Gebäude des Lettischen Gymnasiums Münster

Geschichte

Von den Flüchtlingslagern bis zum Lettischen Centrum Münster

1944/45 flohen rund 200.000 Letten vor der sowjetischen Besatzung nach Deutschland. In den Flüchtlingslagern entstanden Schulen, Chöre, Zeitungen und Organisationen.

Am 15. August 1945 wurde die Lettische Gemeinschaft in Deutschland gegründet – heute die älteste lettische Exilorganisation der Nachkriegszeit. Der im selben Jahr gegründete Lettische Zentralrat und das Lettische Zentralkomitee koordinierten das Leben der Flüchtlinge und begannen, das „Archiv des lettischen Flüchtlingslebens“ aufzubauen.

Münster wurde zu einem Zentrum des Exils: 1957 zog das Lettische Gymnasium hierher, 1982 wurde das Lettische Centrum Münster gegründet, 1986 sein Gebäude an der Salzmannstraße 152 fertiggestellt. Dort fanden auch Archiv, Bibliothek und Museumsräume der LKV ihren Platz.

Seit der wiedergewonnenen Unabhängigkeit Lettlands arbeitet die LKV weiter – heute als Brücke zwischen Diaspora und Lettland. Im November 2025 feierte sie in Münster ihr 80-jähriges Bestehen.

Foto: Stahlkocher, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

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