Lettisches Gymnasium Münster 1946–1998

Die Anfänge des Lettischen Gymnasiums Münster liegen in Detmold: 1946 entstand dort eine Schule für Kinder aus den umliegenden Flüchtlingslagern. Daraus ging 1951 ein Gymnasium hervor, das 1957 nach Münster zog.

Während der Besatzungszeit war es die einzige anerkannte lettische Schule in Westeuropa. Die Schüler kamen aus Deutschland, den USA, Kanada, Schweden, Australien und anderen Ländern; zur Schule gehörten ein Internat, ein Chor und eine Volkstanzgruppe. Später war auch das deutsche Abitur möglich.

Nach der Unabhängigkeit kamen auch Jugendliche aus Lettland. Insgesamt besuchten mehr als 2200 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium; der 53. und letzte Jahrgang legte 1998 das Abitur ab. Zu den ehemaligen Schülern gehört der frühere Staatspräsident Egils Levits.

2026 zeigte das Museum „Latvieši pasaulē“ (Letten in der Welt) in Riga eine Ausstellung über das Lettische Gymnasium Münster und seine Bedeutung für das Exil und für Lettland (Originaltitel: „Minsteres Latviešu ģimnāzija un tās nozīme trimdai un Latvijai 80 gados“).

Foto: Neil Ebden

Einführungstafel der Ausstellung über das Lettische Gymnasium Münster (2026)
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